Seminarprofessor i.R Dr. Gerhard Heinz

Im November 1936 wurde ich in Landau-Queichheim geboren. An meinen Vater habe ich leider nur bruchstückhafte Erinnerungen, denn er fiel - bereits am 1. September 1939 zum Kriegsdienst eingezogen - im Januar 1943 in Stalingrad.

Meine Kindheit, anfangs noch durch den Krieg geprägt, war seit meiner Erstkommunion 1946 und nachfolgend auch meine Jugendzeit ausgefüllt durch Ministrantendienst und Aktivität in der katholischen Jugend. Nach dem Abitur am Altsprachlichen Gymnasium in Landau begann ich 1956 das Theologiestudium in Innsbruck.

Von 1960 bis 1962 vollendete ich die Vorbereitung auf den Priesterberuf im Seminar St. German in Speyer. Nach Kaplansjahren in Ludwigshafen Herz Jesu, in Germersheim, als Religionslehrer zur Vertretung am Gymnasium an der Jägerstraße in Ludwigshafen, als Pfarrverwalter in Lustadt-Weingarten und schließlich als Kaplan und Religionslehrer am Gymnasium in Bad Dürkheim wurde ich zur Promotion in Tübingen freigestellt.

Ab 1973 verbrachte ich über fünf Jahre als Studienrat am Gymnasium am Kaiserdom in Speyer. Zur Habilitation zog es mich dann nochmals nach Tübingen.

Ab 1982 wurde ich dann endlich in Speyer seßhaft als Dozent am Priesterseminar , zugleich betraut mit der Aufgabe des Ausbildungsleiters der künftigen Pastoralreferentinnen und –referenten.

Als Angehöriger einer Institution, die junge Menschen auf die Arbeit in der Seelsorge vorbereitet, wollte ich den Kontakt zu den Menschen in den Gemeinden nicht verlieren. Deshalb engagierte ich mich von Beginn an in der Seelsorgsaushilfe: zunächst, solange meine Mutter noch in Queichheim lebte, sieben Jahre in Landau-Mörlheim, ab Mitte 1990 dann in Mechtersheim, und seit dem Amtsantritt von Pfarrer Metz in allen drei Römerberger Gemeinden. Diese Tätigkeit möchte ich, solange Alter und Gesundheit es zulassen, nicht missen.