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Erstkommunion 2021        

Liebe Eltern, 

Die Corona-Pandemie hält die ganze Welt weiter fest im Griff. Das Niveau der Neuinfektionen und der Todesfälle bleibt auch in Deutschland weiterhin hoch. Höchstwahrscheinlich wird der Lockdown weiter verschärft und nochmals verlängert. Wir als Pfarrei Hl. Hildegard wollen uns mit diesen Maßnahmen solidarisch zeigen und mithelfen die Kontakte weiter zu reduzieren, bis wir einen niedrigen Inzidenzwert erreicht haben. Wir haben im Rhein-Pfalz-Kreis und in direkter Nachbarschaft zu Speyer einen der höchsten Inzidenzwerte des Landes Rheinland-Pfalz. In dieser Situation finden wir es unverantwortlich Gottesdienste mit vielen Hausständen zu feiern.  

Auch wenn wir ein gutes Hygienekonzept haben und es bis jetzt nachweislich keine Infektionen in unseren Gottesdiensten gab, so muss man es nicht bis aufs Letzte ausreizen. Dazu gibt es inzwischen neue Virusmutationen, die auch bei uns in Deutschland schon unterwegs sind und eine bis zu 70% höhere Ansteckungswahrscheinlichkeit haben. Sind unsere bisherigen Hygienekonzepte auf diese neue Virusvariante angepasst? Trotz aller Hygienemaßnahmen entstehen dennoch Kontakte, insbesondere vor und nach den Gottesdiensten. Dies wollen wir verhindern. Wir erklären uns damit auch solidarisch mit so vielen gesellschaftlichen Sparten, die im Lockdown sind.

Deshalb glauben wir nicht, dass wir schon im Februar (im März vielleicht mit Einschränkungen) die Gottesdienste wieder aufnehmen können.

Was bedeutet das jetzt für die Erstkommunion 2021?

Das Pastoralteam und der Pfarreirat haben beschlossen die Erstkommunion auf das nächste Jahr 2022 zu verlegen.

Begründung:

-  Nur ein Teil der Kommunionkinder der Pfarrei hat einen gemeinsamen Gottesdienst erlebt.

- Die Kinder haben bis auf ein oder zwei Veranstaltungen keinen wirkliche  
  Erstkommunionvorbereitung erlebt

- Es gab und gibt keine Gruppenstunden

 - Freiwillige Treffen und andere Gemeinschaftsveranstaltungen konnten und können nicht 
   stattfinden

- Bis auf weiteres dürfen sich Musikgruppen nicht zum Üben treffen. In Gottesdiensten darf
  jeweils nur eine Person als Vorsänger eingesetzt werden

- Da auch in den Schulen schon lange kein durchgängiger Präsenzunterricht mehr möglich ist, fehlt
  auch da der persönliche Kontakt des Pastoralteams zu den Kindern im Religionsunterricht

Auf Grund der genannten Aspekte ergeben sich folgende Fragen:

Wie sollen sich die Kinder später einmal positiv an ihre Erstkommunion zurück erinnern? Einer der wichtigsten Aspekte der Kommunion ist die Erfahrung von Gemeinschaft. Diese Erfahrung konnten die Kinder bisher nicht machen und werden es höchstwahrscheinlich bis zur eigentlichen Kommunion auch nicht machen können.

Wie soll unser Pastoralteam mit den Kindern und Ihnen, den Eltern, Kommunion feiern, ohne sich vorher ein wenig kennengelernt zu haben.

Wie sollen wir Erstkommunion feiern ohne Chor, ohne Gesang mit ganz viel Abstand?

Und ob man danach im Restaurant oder Zuhause mit der Familie und Freunden feiern darf (was ja auch ein wesentlicher Teil von Kommunion ist) ist bis jetzt auch noch sehr unsicher.

Aus diesen religiösen und persönlichen Gründen müssen wir leider die Erstkommunion auf das Jahr 2022 verschieben.

Im Herbst wird dann die Kommunionvorbereitung, hoffentlich wie gewohnt, parallel mit den neuen Kindern beginnen. Die Kinder erleben in den Gruppenstunden und darüber hinaus Gemeinschaft.

Bis zum Herbst werden wir ihren Kindern immer wieder Materialien zur Hand geben um das Kirchenjahr (Fastenzeit, Ostern, Pfingsten…) miterleben zu können.

Wir werden dann hoffentlich im nächsten Jahr schöne Erstkommuniongottesdienste mit Band, Chor und ohne Abstand, ohne Masken erleben dürfen.

Wir hoffen sehr auf ihr Verständnis und verbleiben mit den besten Wünschen und Grüßen.

Für das Pastoralteam & den Pfarreirat

 

Dr. Jens Henning

Pfarrer

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